Waldorfpädagogik

Unabhängig von der sozialen, kulturellen Herkunft und der Begabung erhalten junge Menschen eine gemeinsame Bildung. Durch umfangreiche praktisch, künstlerische Tätigkeiten, wie Malen, Plastizieren, Stricken, Holzbearbeitung, Metallarbeiten, Zeichnen, Gartenarbeit und vieles mehr bildet sich im Laufe der Zeit eine umfangreiche Bewegungsintelligenz heraus, die sich auch in einer seelisch, geistigen Beweglichkeit  widerspiegelt.

In der Waldorfpädagogik wird eine Verbindung zwischen allgemeinbildenden Lehrinhalten und beruflicher Bildung angestrebt. Die kreativen Möglichkeiten jedes einzelnen Schülers soll sich von Grund auf entfallten können, soziale Kompetenzen werden gefordert und gefördert. Dazu dient eine möglichst stabile Klassengemeinschaft, die den unterschiedlichen Begabungen für lebensnahes Lernen bietet.

Das gegenseitige Miteinander, das sich ergänzen und unterstützen bildet die Basis zum Erlernen sozialer Kompetenzen. Der "Stärkere" hilft dem "Schwächeren", in Gruppenarbeiten lernt man ein gemeinsames Ziel zu verfolgen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Diese, im späteren Leben eintretende berufliche Herausforderung, wird heute im Klassenverband trainiert und kann sich so zur Kernkompetenz herausbilden.

 

Ein entwicklungsorientierter Lehrplan bildet die Grundlage für den Waldorflehrplan. Abgestimmt auf den einzelnen Schüler, die Stufen seiner menschlichen Entfaltung, werden Unterrichtsinhalte und die einzelnen Epochen so gestaltet, dass eine innere Freiheit zur Entfalltung  gelangen darf.

Diese innere Freiheit wird durch handwerklich-künstlerische Unterrichtsfächer, bildhaften und wissenschaftlichen Unterricht, je nach Altersstufe und Entwicklungsstufe des Schülers herausgebildet. Das Lernen durch das eigene Tun ist der Schlüssel zum Wissen. Nicht das abstrakte Lernen trockener Materie lockt den Wissendurst der Kinder und Jugendlichen, sondern das Ausprobieren, das an Grenzen stoßen, das über sich selbst hinauswachsen gibt lebenspraktische Orientierung. Auf Grundlage dieser Erkenntnis runden unterschiedliche Praktikas der Schüler und Schülerinnen den lebenspraktischen Unterricht ab.  

Die Waldorfpädagogik unterrichtet Mädchen und Jungen gemeinsam, bietet Blockunterricht (Epochenunterricht), der den Kindern und Jugendlichen ein intensives Eintauchen in ein Thema erlaubt. Es gibt kein Sitzenbleiben, die Eltern und Schüler erhalten einmal jährlich ein ausführliches Textzeugnis